Glühwürmchen
Bei der einen Art leuchten beide Geschlechter, bei der anderen nur die Weibchen. Es gibt eine Art, da sind die Weibchen flugunfähig. Eines ist aber allen Arten gemeinsam:Ihre Larven ernähren sich von Schnecken.
Die Leuchtsaison beschränkt sich auf die Zeit der längsten Tage Mitte bis Ende Juni. Deshalb werden sie auch „Johanniswürmchen“ genannt. Ihre Lebensräume sind durch die intensive Nutzung von Agrarlandschaften gefährdet, aber in Parkanlagen und feuchten Gärten finden sie gute Lebensbedingungen.
Als Symbole für ewige Liebe werden sie in Literatur und Malerei gefeiert – und in der Musik, angefangen bei Paul Linckes „Glühwürmchen flimmre“ bis zu Marianne Faithfulls „20th Century Blues“. Unübertroffen aber ist die Verehrung durch die Japaner – seit den 50er Jahren werden sie dort in Zuchten aufgezogen. Rund 50 verschiedene Leuchtkäfer sind hier bekannt, unter anderem der ein Zentimeter lange „Heike-Leuchtkäfer“. Ein Buch, das ein unterhaltsames Licht auf die geheimnisvolle Insektenwelt wirft. (UF)
Glühwürmchen; Stefan Ineichen, Haupt-Verlag 2026, 25 Euro.