Von Pflanzen, die sich mögen und Tieren, die uns helfen

Im naturnahen Garten greift eins ins andere. Wer Lebensräume für Tiere aller Art schafft, braucht keine Chemie gegen Schädlinge einzusetzen und kann sich dank vieler Bestäuberinsekten über einen reichen Ertrag freuen.


Ein insektenfreundlicher Garten entsteht allerdings nicht durch penibles Aufräumen, im Gegenteil. Er ist vielmehr extensiv gepflegt und weist ganz unterschiedliche Strukturen auf. Das wird an zahlreichen Beispielen erläutert. Etwa, wie eine Wildstrauchhecke aussehen könnte, oder wie man eine Totholzhecke anlegt. Aber es geht nicht nur um Tiere. Auch die Pflanzen können sich gegenseitig helfen. Ringelblumen etwa stärken Tomatenpflanzen, indem sie Bakterien im Boden fernhalten, Bohnen beschützen Kohl, indem sie Erdflöhe abwehren, und Zwiebeln halten durch ihren Duft Möhren schadfrei. Das sind keine geheimnisvollen Mythen, die Zusammenhänge sind wissenschaftlich nachweisbar, und sie zu beachten verspricht bessere Gartenerträge. (UF)

Sonja Schwingesbauer, Von Pflanzen, die sich mögen und Tieren, die uns helfen, Haupt-Verlag 2026, 34 Euro.

 

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