Man stelle sich vor: jeder Autofahrer sucht sich fünf Meter Straßenrand auf seiner täglichen Wegstrecke aus und definiert sie als seinen eigenen Garten. Das heißt: er guckt regelmäßig hin, sammelt den Müll ein, den der Wind herangeweht hat, und schaut immer wieder nach, wie es ihm geht...
Jeder Hobbygärtner will natürlich den größtmöglichen Ertrag mit geringstmöglichem Aufwand in seinem Gemüsebeet erzielen. Deshalb sollte er unter anderem auf optimale Kombinationen achten.
Bis in die 60er Jahre hinein gab es in der katholischen Kirche zu Maria Himmelfahrt die so genannte Kräuterweihe. Die Gläubigen sammelten eine festgelegte Anzahl ganz bestimmter Kräuter. Der Priester segnete sie, und fortan schützten sie vor Unheil und vor allem vor Blitzschlägen.
Ein Ratgeber mit überzeugenden Einsichten: „Kaninchen und Gemüsegarten schließen einander aus.“ Oder: „Ein Garten sollte kein Krankenhaus für empfindliche Pflanzen sein.“
Im klassischen Gemüsegarten wird gegraben, gegrubbert, gehackt und säuberlich in Reihen gesät. Wer die Verantwortung für die Natur ernst nimmt, sollte sich von diesen rabiaten Methoden verabschieden...
Man nehme: eine Holzkiste, mindestens 80x80 cm groß, gern auch einen Holzkomposter, der im Baumarkt etwas mehr als 10 € kostet, sowie Pflanzerde, Kompost, Äste, Eierkartons, Küchenabfälle. Und fertig ist der Kleingarten!